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Der Umbau der Grotenburg war Konsequenz des sportlichen Aufstiegs der Uerdinger mit der Etablierung in der Bundesliga, dem Gewinn des DFB-Pokals 1985 und der Teilnahme am Europapokal der Pokalsieger. Krefelds Oberbürgermeister Dieter Pützhofen hatte nach dem Pokalsieg öffentlich „ein neues Stadion“ „versprochen“. Die Planungen sahen vor, ein komplett überdachtes Stadion (Kapazität: 40.000) entstehen zu lassen, in dem neben der Südtribüne alle anderen drei Tribünen neugebaut werden sollten. Die Nordtribüne ist ein Teil des Modells, die neue Ostkurve wurde konstruktiv so geplant und gebaut, dass eine spätere Überdachung problemlos möglich war. Durch die Installation der neuen Anzeigetafel wurden die Pläne zur Überdachung der Ostkurve erst mal ad acta gelegt.
Nach dem ersten Bauabschnitt der Ostkurve fasste das Stadion knapp 30.000 Zuschauer. Ausverkauftes Haus im Hinspiel des UEFA-Pokalachtelfinalspiels Uerdingen vs. C.F. Barcelona am 26.11.1986. Das 0:2 gegen die Katalanen war das bis heute letzte Europapokalspiel in Krefeld.
Nach Abschluss der Bauarbeiten an der Ostkurve fasste die Grotenburg 35.700 Zuschauer - die bis heute größte Zuschauerkapazität des Stadions! Der vorletzte Schritt (neben der Überdachung der Ostkurve) der Ausbaupläne jener Jahre ist jedoch nie erfolgt: Der Umbau der Westkurve.
03.03.1990: Einweihung der neuen farbigen digitalen Anzeigetafel auf der Ostkurve beim Bundesliga-Spiel gegen Eintracht Frankfurt (1:1). Das Fassungs- vermögen ist auf 34.500 Zuschauer korrigiert. Die neue Anzeigetafel ersetzt die alte, handbediente Anzeigetafel, die seit 1984 auf der Westkurve thronte und u. a. das legendere 7:3 im Europapokal gegen Dynamo Dresden anzeigen durfte oder den 1:0-Sieg der Uerdinger über Bayern München in der Bundesliga-Saison 1985/86. Die alte Anzeigetafel steht heute in der Hubert-Houben-Kampfbahn am Krefelder Appellweg - der Heimat des KTSV Preußen Krefeld.
Beim Spiel Uerdingen 05 vs. VfL Bochum am 08.05.1994 wird der Gästekeeper Andreas Wessels von der Ostkurve aus von einem Stück Trockeneis am Kopf getroffen. Das Spiel (3:1-Sieg für Uerdingen) wird annuliert und am 31.05. erneut in der Grotenburg angesetzt. Diesmal siegt Uerdingen mit 3:0. Als Folge des Trocken- eiswurfes verschwinden diese Kühlbrocken nicht nur nach und nach aus allen Stadien in ganz Deutschland, vor der Ostkurve wird auch ein Ballfangzaun errichtet.
Sommerpause 1994: Ende der doppelten Blockbezeichnungen in der Grotenburg. Die bisher jeweils von A bis H durchnummerierten Sitzplatzblöcke erhalten die Bezeichnungen A bis E (Nordtribüne von West nach Ost) bzw. K bis O (Südtribüne Ost nach West). Auch die Stehplatzbereiche erhalten nun Blockbezeichnungen (F bis I in der Ostkurve, P und Q für die überdachten Stehplätze Süd; und S und R in der Westkurve).
Neuer Zuschauerrekord am 05.11.1994: 34.500 Zuschauer in der ausverkauften Grotenburg beim Bundesliga-Spiel gegen Bayern München. Der gerade nach Uerdingen heimgekehrte Stephan Passlack erzielte in der 90. Spielminute den vielumjubelten Ausgleichstreffer zum 1:1 mit der Schulter.
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